Unser Pflaumenmus-Rezept ist gar nicht kompliziert. Alles was man braucht ist etwas mehr Zeit als beim normalen Einkochen von Marmeladen.

  • 500 g Zucker auf 1 kg Pflaumen
  • Pflaumenmusgewürz: 1/2 Päckchen auf 4 kg Pflaumen
  • 2,5 bis 3,5 Stunden im Backofen bei 200 Grad kochen
  • 1 weitere Stunde auf dem Herd kochen

Die Pflaumen sollten maximal reif sein . In unseren Breiten geschieht das meist Ende August, wenn nicht sogar erst Anfang September.

Die Pflaumen werden nach dem Pflücken gewaschen und entsteint, madige Pflaumen entsorgt. Dann erst werden die Pflaumen gewogen und das Gewicht notiert.  Anschließend werden die Pflaumen durch einen Fleischwolf gedreht.

Das Weiße an den Pflaumen ist kein Schimmel sondern Frost vom Einfrieren. Jeder, der mehrere Obstsorten in seinem Garten angebaut hat, kennt das Problem: Alles wird nicht nur gleichzeitig reif, sondern auch in unglaublichen Mengen. Deshalb sollte man – sofern möglich – einige Obstsorten einfrieren, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu verarbeiten. Pflaumen eignen sich bestens dafür. Vor dem Verarbeiten einfach 2 Stunden vorher auftauen.

Wenn die Möglichkeit besteht, so dreht man die Pflaumen am besten im Freien durch den Fleischwolf. Der Saft klebt ordentlich auf dem Küchenboden.

So einen Fleischwolf mit Handkurbel gibt es schon für um die 40 Euro. Am besten sollte er aus Stahlguss sein, dann hält er ein Leben lang. Ein super Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk.

Das noch ungekochte Mus in einem Eimer sammeln. Sieht vielleicht etwas seltsam aus, aber wird super schmecken.

Unter das Plaumenmus nun die entsprechende Menge Zucker geben. Noch mal zur Erinnerung: auf 1 kg Pflaumen kommt 500 g einfacher Raffinade Zucker. Wenn die Pflaumen bereits schon überreif sind, also der Kern schon fast allein vom Fruchtfleisch fällt, kann man auch ein paar Gramm (ca. 100 – 150g) weniger Zucker nehmen. Wer es noch weniger süß mag, nimmt noch weniger Zucker.

Die Masse mit dem Zucker eine Nacht an einem kühlen Ort ruhen lassen, damit die Frucht den Zucker zieht.

Am nächsten Tag  kommt die Fruchtmasse in einen Bräter oder Schmortopf aus Emaille oder Edelstahl. Ich nehme immer den Bräter von Oma, der schon zu DDR-Zeiten seine besten Dienste geleistet hat.

Das Pflaumenmus dann im Ofen bei ca. 200 Grad auf mittlerer Schiene etwa 2,5 bis 3,0 Stunden kochen lassen. Und jetzt Achtung: Nicht umrühren!
Ich habe am Anfang auch gedacht, dass das Zeug alles anbrennen wird, aber das scheint das nicht der Fall zu sein.

Am Ende der Kochzeit nimmt man den Bräter aus dem Ofen und lässt alles noch etwa 1 Stunde auf dem Herd kochen. Hier muss man nun vorsichtig umrühren. Immer schön am Boden entlang, damit es nicht anbrennt. Vorsicht: Das Zeug ist extrem heiß und spritzt manchmal aus dem Bräter raus.

Nach etwa einer halben Stunde auf dem Herd gibt man das Pflaumenmus-Gewürz dazu: 2 Messerspitzen auf 1kg entsteinte Pflaumen. Oder in meinem Fall hier: eine halbe Packung auf 4 kg Frucht.

Die Gewürzmischung gibt es im gut sortierten Einzelhandel und ist eine Mischung aus Zimt, Anis, Zitronenschalen, Nelken, Ingwer, Sternanis (Spuren: Sellerie, Senf).

Nachdem man die Gläser fest verschlossen hat, stellt man sie für ca. 10 Minuten noch auf den Kopf und dreht sie dann wieder um.

Und dann kommt der Moment, wo man sich mit Etiketten, Tüchern, Gummibändern und sämtlichen Formen der Beschriftung und Verpackung beschäftigen kann. Wir persönlich nehmen einfache Aufkleber.

Fazit

Pflaumenmus ist einfach, was die Zutaten angeht, braucht jedoch Zeit durch das sehr lange Einkochen. Durch das Gewürz bekommt er einen weihnachtlichen Geschmack und eignet sich bestens zum verschenken.

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