Rote Bete im Glas

Die Rote Bete ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt und kam mit den Römern nach Mitteleuropa. Ihren Ursprung hat diese Kulturpflanze im Mittelmeerraum, wahrscheinlich in Nordafrika. Die inzwischen gleichmäßige rote Farbe der Rübe ist ein Resultat der Weiterveredelung im 19. und 20. Jahrhundert.

Was vielen nicht bekannt ist: Rote Bete gibt es in vier unterschiedlichen Farben:
Die bekannteste Sorte ist wohl die „Rote Kugel 2“, sie ist tiefrot, wird ihrem Namen mehr als gerecht und wird am häufigsten verwendet. Darüber hinaus gibt es noch die orangefarbene „Burpees Golden“, die weißfleischigen „Blankoma“ und die Rot-Weiß gestreifte „Chioggia“.

Rote Bete tritt als orangefarbene „Burpees Golden“, als weißfleischigen „Blankoma“ sowie als tiefrote „Rote Kugel 2“ und der Rot-Weiß gestreiften „Chioggia“ auf

Dass Rote Bete gesund ist, muss wohl nicht extra betont werden (Hoher Gehalt an Vitamin-B, Kalium, Eisen,  und vor allem Folsäure).

Wir bestellten unser Saatgut wie immer bei Samenbau Nordost – Biosaatgut aus Meckpomm und Brandenburg, schauten aber nicht richtig hin und bekamen die rot-weiße Sorte, die „Chioggia“ geliefert.

Das Saatgut brachten wir Anfang Mai im Abstand von knapp 10 cm etwa 2-3 cm tief in die Erde. Wachsen die Knollen zu dicht, so kann man ein paar schon früher rausnehmen um den anderen Pflanzen drumrum Platz zu machen.

Rote Bete braucht einiges an Zeit zum wachsen. Tatsächlich haben wir die Knollen erst Ende Oktober geerntet. Wer sich so lange nicht gedulden mag, kann natürlich schon vorher ernten. Ansonsten mussten wir nicht viel tun, außer fleißig gießen.

Rote Bete

Ende Oktober war es dann soweit: die großen saftigen Knollen konnten geerntet werden.

In meiner Kindheit gab es Unmengen an Eingewecktem, was mir nicht wirklich schmeckte. Ich hatte meist das Gefühl, irgendwelche farblosen Früchte zu kauen, die nur nach einem schmeckten: Essig!
Dennoch wollten wir den Beweis antreten, dass eingelegtes Gemüse nicht langweilig schmecken muss und stießen dabei auf folgendes Rezept:

Rote Bete

Unser Rezept besteht aus folgenden Zutaten: Rote Bete, Wasser, Salz, Äpfel, Zwiebeln, Pfeffer – Körner, Gewürznelke, Lorbeerblatt, Weinessig, Zucker

Für ein Kilogramm Rote Bete, verhalten sich die Mengenangaben wie folgt:

2 Liter Wasser zum kochen
Salz
2 Äpfel
3 Zwiebeln
5 Pfeffer – Körner pro Glas
3 Gewürznelken pro Glas
1 Lorbeerblatt pro Glas
1/2 Liter Essig (Weinessig)
80 g Zucker

Als erstes wird die Rote Bete mit ausreichendem und ungesalzenem Wasser gekocht. Nicht die Geduld verlieren, das dauert länger als mal denkt. Mit Gabel oder Holzstäbchen testen, ob sie weich ist.

Rote Bete

 

Anschließend die Knollen schälen. Vorsicht! Ähnlich wie bei Kartoffeln sind sie innen sehr heiß. Normalerweise braucht man ab dieser Stelle Handschuhe, da die rote Farbe der Knollen sehr intensiv ist. Unsere Sorte, die „Chioggia“ ist farblich eher zurückhaltend – Handschuhe sind nicht nötig.

Rote Bete

 

Ja, so wunderschön marmoriert kann Rote Bete auch ausschauen…

Rote Bete

 

Äpfel und Zwiebeln schälen und in kleine Stücken oder Scheiben schneiden, so dass sie ins Glas passen. Nicht zu klein, sonst bekommt man sie später schlecht auf die Gabel.

Rote Bete

 

Die Gewürze (Lorbeer, Zwiebeln, Äpfel, Pfeffer und Gewürznelken) gleichmäßig auf die sauberen Gläser verteilen.

Rote Bete

 

Den Weinessig mit ca. einem 1/2 Liter Wasser ganz kurz aufkochen und den Zucker hineingeben, so dass er sich auflöst. Achtung: Nicht zu lange kochen lassen, da sonst der Essig entweicht.

Rote Bete

 

Die in Stücke geschnittene Rote Bete schön dicht in die Gläser stapeln und anschließend alles bis oben mit der noch sehr warmen Zucker-Essig-Brühe bis zum oberen Rand übergießen.

Rote Bete

 

Nun die Gläser fest mit den sauberen Deckeln verschließen und abkühlen lassen. Fertig!

Rote Bete

Fazit:

Wir haben das erste Glas zu Weihnachten geöffnet und der Geschmack war super. Vor allem schmeckte man vordergründig die süßliche Rote Bete und nur leicht den Essig.

Die eingelegte Rote Bete eignet sich wunderbar als Beilage zum Essen. Wir genießen sie am liebsten auf russische Art und Weise – also mit einem Glas Wodka vorne weg. Na dann: на здоровье!

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